Ein sicher geglaubtes X:0 gegen Inter wurde am 1. Mai sensationell in ein 8:5 verwandelt. Sonntag gegen den Kunstverein sah es pers0nell allerdings noch schlechter aus. Doch es bestand Hoffnung:

Der psychologisch geschulte Trainer griff zu einem gemeinen Trick. Er nutzte die Euphorie nach dem Sieg gegen Schwabach gnadenlos aus und überredete noch den ein oder anderen, auch am Sonntag früh (um 11.00h) aufzulaufen. Mit Erfolg?

Trotz der zahlreichen Zusagen nach dem Schwabach-Spiel (es wären immerhin 12 Mann gewesen) blieb natürlich ein Restrisiko. Die Befürchtungen des Trainers (der in Sachen Zusagen schon einiges erlebt hat Anmerkung die Red.) sollten sich früh Bewahrheiten. Knapp eine Stunde vor dem Spiel fiel der Torwart aus. Eine genauso plötzliche wie heftige und äußerst unappetitliche Viruserkrankung befiel den Keeper (wir wollen an der Stelle aus Gründen der Diskretion und der Privatsphäre nicht näher darauf eingehen, aber so eine rektale Disharmonie kann schon echt unangenehm sein…).

Dank des nimmermüden Alexi und einer spontanen Verpflichtungsaktion im Studentenwohnheim schafften wir es tatsächlich auch Sonntag früh 11 Mann auf den Platz zu stellen. Und selbst das Torwartproblem löste sich widererwartend problemlos. Matze bot sich spontan an in den Kasten zu gehen. Das das Problem damit tatsächlich gelöst war, konnte man zu Beginn des Spiels freilich noch nicht wissen, denn mit Feldspielern im Kasten ist es ja bekanntlich wie beim Überraschungsei (Jeder Siebte…). Kein Wunder, das Volker in der Halbzeit die berechtigte Kritik am Trainer äußern musste: “Du strahlst nicht gerade Zuversicht aus!” Dabei stand es da schon 2:1 für Batzenprelln. Und das nach einem 0:1 Rückstand!

Vor dem Debütanten im Tor, begann Inter mit einer gut gestaffelten Abwehr, welche Jan als Libero suverän leitete. Zudem endlich mal wieder zwei Wadenbeißer als Manndecker (auch wenn Flo, ohne Mentalcoach Jojo, natürlich noch nicht wieder bei 100 % sein kann). Davor ein abermals überagender Dommi und ein Joe, der mit seiner Leistung eindrucksvoll unterstrich, wer hier Stammspieler ist (eine klare Kampfansage an die Jungen, was den Trainer natürlich sehr freute). Auf den Außenbahnen Volker, dem man das schlechte Gewissen seiner Freundin gegenüber etwas anmerkte (Diese kam am verlängerten Wochenende extra zu Besuch und er geht Freitag und Sonntag Fußballspielen…) und Schlaggärs, der mit der Doppelbelastung Trainer und Spieler – wie erwähnt – nicht ganz klarkam.

Im Sturm wie sich herausstellte ein Luxusproblem: 3 Knippser! Torsten ordnete sich als Neuer fleißig unter und spielte den Mittelfeldpart mit. Flo der wenn er für Inter spielte bisher immer traf und Alexi, der schon 90 Minuten bei Germania in den Knochen hatte.

Wie bereits beschrieben ging der Kunstverein 1:0 in Führung. Nach einem sehenswerten Alleingang schloss der Stürmer, der mich extrem an Olic erinnerte, mit einem Schuß ins kurze Eck suverän ab. Spätestens hier wurde klar, welche Bürde Flo mit diesem Spieler zu tragen hatte. Doch Inter zeigte Moral. Eiskalt schob Torsten – aus abseitsverdächtiger Position – zum 1:1 Ausgleich ein. Das es keine Diskussionen gab, lag nicht nur am guten Schiedsrichter Andi A., sondern auch an einem wie immer fairen Gegner Kunstverein. Torsten war es auch, der nach einer dieser typischen Joe-Außenriss-Ecken zur 2:1 Führung einköpfte.

Nach der Pause dann das Tor des Tages (vielleicht sogar der Saison): Flo, der im ersten Versuch scheiterte, bekam am Fünfereck eine zweite Chance. Mit dem Rücken zum Tor nahm er den Ball hoch, legte ihn sich zwei- dreimal zurecht und schloss dann mit einem Fallrückzieher ins lange Eck ab. Gut, dass ein aufmerksamer Hobbyfilmer gerade am Schießanger spazieren ging:

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Dann mussten wir kurzerhand den Platz wechseln, da jemand den Schießanger gebucht hatte. Wir hätten zwar die letzten 18 Minuten problemlos weiterspielen können (die wollten ja nur ihre Netze einhängen und die Eckfahnen aufstellen), aber Schlaggärs war geistig immer noch nicht auf der Höhe (zählte wahrscheinlich noch die Spieler) und der Rest nahm die unfreiwillige Pause dankend an. Also rüber auf den anderen Platz…

Inter kam auf dem neuen Platz nicht so gut zurecht, da hier die Löcher einfach anders verteilt sind. Der Kunstverein hatte da weniger Probleme und bekam propt einen (klaren) Elfmeter zugesprochen. Nachdem Flo mit seinem Fallrückzieher ja schon für eine Sensation sorgte, wollte der zweite Schützling von Alexi dem nicht nachstehen. Matze hielt den Elfer!

Kurze Zeit später verletzte sich der verursacher des Elfers. Jan musste raus und Inter zu zehnt weiterspielen. Unmittelbar nach der Verletzung sorgte abermals Torsten für das 4:1. Jedem Derbykenner war klar, dass dies noch lange nicht die Vorentscheidung war. Nicht gegen den Kunstverein. Und so war es auch. Ein Kopfball und ein Schuß in den Winkel und schon wurden die letzten 5 Minuten zur Zitterpartie.

Doch auch diesmal war der Fußballgott ein blauschwarzer und Inter behielt das glücklichere Ende für sich und gewann 4:3.

Gute Besserung an Jan und einen Gruß an Volkers Freundin:

Danke für das Verständnis und die Geduld die Du mit Volker hast :)

Für Inter:

Matze, Jan, Flo, Tom, Joe, Dommi, Volker, Schlaggärs, Torsten, Flo, Alexi