Am 33. Spieltag der Fußballbundesliga standen sich Inter Batzenprelln und Hurricane Marienberg gegenüber, allerdings in der Marienbergliga.

Inter war in Vollbesetzung, das hieß 3 Auswechselspieler, für  jeden Mannschaftsteil einen. Der Trainer gab die taktischen Anweisungen vor dem Spiel, wie immer bei wichtigen Spielen, jeden Spieler einzeln. Im Falle vom Flo hieß das:

“Flo, auf der Heimfahrt muss gewährleistet sein, dass wir keinen Radiosender mit Nachrichten an haben. Es dürfen keine Bundesligaergebnisse an mein Ohr dringen”.

Es ist wie verhext. Seit Jahren haben wir immer gegen Marienberg eine bärenstarke Mannschaft auf dem Platz. Ein Respektsbeweis oder nur Zufall? Jedenfalls gut für uns.

Die Auswärtsmannschaft (Marienberg) stellte dankenswerter Weise den Platz und den Schiedsrichter. Beides war tadellos intakt. Mehr als die einzelnen Protestrufe störte Alfred glaub ich das ständige Wechseln auf Interseite. Jedenfalls meine ich es seiner Mimik entnommen zu haben :)

Inter legte los wie die Feuerwehr und sorgte mit schnellen, direkten Angriffen für viel Gefahr vor dem Kasten der Hurricanes. Soviel vorweg: Der neue Torwart der Marienberger hatte an diesem Tag nichts zu lachen.

Angriff um Angriff rannte Inter auf das Tor der Marienberger an. Zuerst mit mäßigem Erfolg. Erst als Hurricane beim Stande von 1:0 einen Warnschuss gegen die Latte abgab, zeigte Batzenprelln mehr Konzentration beim Abschluß. Inter spielte jetzt richtig gut. Es ergaben sich in Halbzeit eins ein paar wirklich sehenswerte Angriffe. Einer wurde mit einem besonders schönen Tor gekrönt: Atze nahm eine butterweiche Flanke direkt ab und traf ins lange Eck. Zur Halbzeit stand es bereits 4:0 für Inter. Der Drops war gelutscht.

Nach der Pause spielte Inter schlechter. Die deutlich verbesserte Hintermannschaft der Marienberger stand nun enger gestaffelt und Inter verlegte sich mehr auf Einzelleistungen, statt die Spielzüge schön zu Ende zu spielen. Es fehlte einfach der letzte Pass, die absolute Laufbereitschaft und dadurch auch der Überraschungsmoment bei den Angriffen. Wirklich gut, dass der Trainer seine Medikamente genommen hatte. Ein kolerischer Anfall (die älternen Spieler haben ihn auch schon so erlebt) wäre sonst unausweichlich gewesen.

Trotzem vielen noch ein paar Treffer für Inter. Doch auch der an diesem Tag arbeitslose Geibi im Kasten von Batzenprelln musste noch zweimal hinter sich greifen. Marienberg erzielte zwei  gut herausgespielte Ehrentore durch effektiv vorgetragene Konter.

8:2 endete die Party dann die Party und Schlaggärs schaffte es tatsächlich ohne Kenntnis der Bundesligaergebnisse noch nach Hause.

Für Inter spielten: Andy, Pete, Tom, Flo, Arnold, Michi, Stemü, Andi, Volker, Dommi, Schlaggärs, Thorsten, Flo, Alexi.